3. Tagesbericht

5. August 2010

 

Kathrin Schäppi berichtet über den ersten Abend in China und den darauf folgenden Tag:

„Welcome to China“ schmunzelte unsere Betreuerin in China, Sara Enstedt, als wir ihr erzählten, dass die chinesische Rezeptionistin sagte, sie hätten keine Pfannen und kein Besteck für uns. Und dies, obwohl wir in einem Zimmer mit Kochherd, mit Waschmaschine, mit Computer und Fernseher einquartiert sind. Nur die Teller, das Besteck und die Pfannen fehlen. Das zwang uns, unseren Vorsatz, selber zu kochen, aufzugeben. Wir fanden uns um 21 h im Restaurant wieder.

Riiing, riiing, riiing, „this is a wakeup call“, spulte ein hohe Stimme abwechselnd in Englisch und Chinesisch aus dem Telefon.

„Rüebli“- und Tomatensalat, Schinken in Sauce, Pouletflügel, Reis mit Gemüse, Spaghetti, Eier in jeglicher Form, Suppen und noch weitere warme Gerichte und – man glaubt es kaum – sogar Toast, Butter und Konfitüre waren am Frühstücksbuffet zu finden. Nach dem Morgenessen fuhren wir ins Konferenzzentrum ca. 50 km ausserhalb von Beijing. Die Busfahrt erwies sich als weiteres Highlight: Der Kofferturm auf den hinteren Sitzreihen verwehrte dem Chauffeur jeglichen Blick durch die Heckscheibe und bescherte Alex Wanner, der in der Mitte des Fahrzeugs auf einem Notsitz sass, einige Schrecksekunden. Überholt wird wie bei uns links, rechts … oder auf dem Pannenstreifen. Geschalten wurde von unserm Chauffeur selten bis nie, benutzt wurden auf der Autobahn nur der erste und der dritte Gang.

Für Erstaunen sorgte, dass trotz des regen Verkehrs nie gehupt wird. Die einzige Ausnahme stellte unser Fahrer dar. Es ist eindrücklich, dass es trotz der vielen Velos, ob zwei- oder dreirädrig, die sehr beladen waren, kaum zu gefährlichen Situationen kam.

Dann der grosse Augenblick: Einfahrt in den grossen Konferenzkomplex und Einchecken im Fu’an Palace Hotel, das so gross ist, dass es locker 2000 Konferenzgäste schlucken kann.

Am Nachmittag fand die Eröffnungszeremonie statt – mit viel gegenseitigem Schulterklopfen – und am Abend wurde zweieinhalb Stunden lang in den verschiedenen Komitees gearbeitet. Zu dieser Arbeit mehr ein andermal!

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