5. Tagesbericht

7. August 2010

Der gestrige Abendanlass, „Global Village“, fand in einer riesigen Halle, der „Golden Hall“ statt. Die verschiedenen chinesischen Regionen und die verschiedenen Länder stellten um Tische herum ihre Region oder ihr Land vor, insbesondere das Kulinarische und spezielle Kleidung hervorhebend. Am Schweizer Tisch  – wir wurden durch eine Delegation aus Zug, Wohlen, Solothurn und Wettingen verstärkt –, lagen hunderte von kleinen Schokoladen, in Papier mit typischen Schweizer Sujets verpackt, für die Naschmäuler aus der ganzen Welt bereit. Ein Blickfang und das wahrscheinlich am häufigsten fotografierte Motiv des ganzen Abends waren unseren beiden Trachtenfrauen, Simone und Nathalie (siehe Bild: sie trugen eine echte Schaffhauser Sonntagstracht!). Nicht zuletzt diesen beiden Frauen ist es zu verdanken, dass der Schweizer Stand als „the most popular booth“ ausgezeichnet wurde. Auf einer Bühne sorgten Schülerbands insbesondere aus China für Stimmung.

Im Folgenden berichtet (im Bild zweite von rechts – im angeregten Gespräch mit Komitee-Partnerinnen und Partnern) über ihre Eindrücke von der Konferenz:

Das Erste, was uns auffiel, war, dass die Model United Nations Conferences (MUNC) in China sowie in den USA sehr bekannt sein müssen: Fast alle Chinesen und Amerikaner, die hier teilnehmen, waren schon an mindestens einer Konferenz oder haben zumindest eine ganze Vorbereitungswoche hinter sich. Für viele ist ein gutes Abschneiden an der Konferenz auch für ihre berufliche Zukunft wichtig, sie haben ganz offensichtlich sehr viel Zeit für die Vorbereitung aufgewendet und sie geben sich alle Mühe, positiv aufzufallen. Aus diesem Grund waren viele von uns an der ersten Sitzung etwas geschockt: Wer weiss beispielsweise schon, was „a point of parliamentary inquiry“ ist? Viele andere Teilnehmer hatten bereits ganze Reden vorbereitet und trugen diese bei der ersten passenden Gelegenheit in rasantem Tempo vor, da es galt, trotz Zeitbeschränkung möglichst viele Informationen an den Mann oder die Frau zu bringen.

Mit der Zeit haben wir uns aber immer besser zurechtgefunden. Auch wir Schweizer schicken Zettel mit Kommentaren, Feedbacks und Absprachen an andere Delegierte, auch wir beteiligen uns an den „unmoderated caucus“ (den informellen Diskussionen, um Ideen auszutauschen). Wir geben uns Mühe, all den englischen Reden zu folgen (was manchmal sehr schwer ist, wenn man gleichzeitig Zettel an andere Delegierte schreibt), und immer mehr Mutige sprechen sogar vor dem ganzen Komitee.

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Bildergalerie

Hier unsere ersten Bilder aus Peking
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