9 August 2010
Joel Gauss berichtet:
Seit unserer Ankunft in China ist kein Regen mehr gefallen. Dementsprechend der Blick aus dem Fenster: Die Sicht reicht kaum noch vierhundert Meter weit, ehe sich alle Konturen in der zähen Smogglocke über der Stadt verlieren. Ungetrübt von der verwehrten Aussicht machten wir uns, eingeteilt in Gruppen, morgens auf zu unserem ersten Chinesisch-Sprachkurs. Entgegen unserer Erwartungen birgt die Sprache eine gewisse Logik und Einfachheit, zumindest was die grammatikalischen Komponenten betrifft. Beispielsweise werden Verben weder konjugiert noch direkt in Zeiten gesetzt. Nichts desto trotz bleibt die Aussprache mit ihren zahlreichen Finessen sowie das Einprägen der einzelnen Wörter ein schwieriges Unterfangen. Etwas hat die erste Unterrichtsstunde jedoch bei allen bewirkt: Sie entfachte eine Faszination und Freude am Versuch, diese uns so fremde Sprache mit ihren unzähligen Schriftzeichen und Betonungen näher kennenzulernen. So wurden die ersten Kenntnisse schon während des Mittagessens nicht ohne Stolz ausgetauscht.
Nachmittags erhielten wir an einer Infoveranstaltung das notwendige Grundwissen bezüglich chinesischer Sitten und Kultur. Auch wurden mittels kurzer Filmsequenzen eindrücklich die Diskrepanzen zwischen den gesellschaftlichen Schichten sowie den beiden Metropolen Peking und Shanghai veranschaulicht.
Wir blicken nun mit grosser Vorfreude auf die uns in den nächsten Tagen erwartende WEXPLORE Tour, welche uns zu den unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten Pekings und seiner Umgebung führt und uns einen Eindruck des chinesischen Lebensstils sowie der Kultur vermitteln wird.
Ergänzung der beiden Advisors:
Auch wir belegen selbstverständlich den Sprachkurs (immerhin 6 x 90 Minuten!). Spannend finden wir die chinesischen Schriftzeichen, die keineswegs beliebig, geschweige denn ein Gekritzel sind: So bedeutet zum Beispiel ein Strichmännchen „Mensch“, eines mit Querstrich „grosser Mensch“ und eines mit zwei Querstrichen „Himmel“.
Die unmittelbare Umgebung des Hotels ist nicht fussgängerfreundlich. Trotzdem machten wir vor dem Sprachkurs einen kleinen Spaziergang und sind auf eine interessante mobile Zweiradwerkstatt gestossen (siehe Bilder).



