11. August 2010
Die beiden Advisors Dütsch und Wanner berichten:
Trampelten wir gestern mit dem Besuch der Verbotenen Stadt auf den üblichen touristischen Pfaden, so änderte sich das heute radikal.
Der Tag begann zwar wie gewohnt mit dem neunzig Minuten dauernden Chinesischkurs, in welchem wir unter anderem den Wortschatz rund um das U-Bahn-Fahren einübten.
Die Jugendlichen erhielten heute Morgen den Auftrag, in den nächsten zwei Tagen die Stadt gruppenweise zu erkunden. Es gibt vier Themenbereiche, aus denen sie schon vor der Reise einen auswählen konnten und auf den sie sich fokussieren sollen: Chinesische Kunst, Chinas wirtschaftliche Entwicklung, Urbanisierung und Religion/Philosophie in China. Die Gruppen bestehen aus etwa je zehn Personen, bunt gemischt aus Amerikanern, Indern und Schweizern. Jeder Gruppe ist ein orts- und sprachkundiger zugeteilt. Ein kleines hilft den Schülern bei der Planung. Für die beiden Tage stehen ihnen pro Kopf 210 RMB (ca. 35 Franken) zur Verfügung: damit müssen sie Essen, Transporte und Eintritte bezahlen. Sie sollen nicht wie Touristen, sondern wie durchschnittliche Chinesen leben und sich bewegen müssen. Übermorgen hat jede Gruppe Gelegenheit, ihre Erfahrungen und Erkenntnisse in einer Powerpointpräsentation vorzustellen. Wie bei der WEMUNC-Konferenz spielt der Wettbewerbsgedanke mit: die überzeugendste Präsentation wird ausgezeichnet werden.
Wir Advisors sind während diesen beiden Tagen weder erwünscht noch direkt eingebunden. Selbstverständlich haben wir das auch studiert und versuchen für unser Tagesprogramm Anregungen aus allen Themenbereichen aufzunehmen. Heute beispielsweise befuhren wir die grösstenteils oberirdisch geführte gelbe Linie 13 (siehe Plan), die im Norden der Stadt einen Bogen schlägt, in ihrer ganzen Länge. Entlang dieser Route sind sehr unterschiedliche Stadien der Verstädterung anzutreffen.
Zum Abschluss dieses Tages leisteten wir uns in einem von uns zufällig entdeckten Restaurant, in dem es weder Touristen noch englische Speisekarten gab, einen huo guo (einen mongolischen Feuertopf, siehe Bild).
Zu den beiden anderen Bildern:
- Blick aus dem 20. Stock unseres Hotels (an einem der seltenen Tage ohne Smog)
- Pokal für den besten am vom 6. August (zur Zeit bei den Kollegen in Wettingen)



